Talk of the week, part II

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Es ist off-season, die schlimmste Zeit für einen Basketball-Fan, da es vermeintlich keine Spiele gibt, es sei denn, man bewegt sich selbst auf den Freiplatz und wirft ein paar Körbe. Trotzdem ist es eine spannende Zeit, denn genau jetzt werden die Weichen für die neue Saison gestellt. Es fallen Entscheidungen und Vorentscheidungen bei unserem Verein und bei der Konkurrenz, die den Erfolg der kommenden Saison maßgeblich beeinflussen können. Ausserdem sind die diversen Nationalmannschaften aktiv. Ein mal pro Woche wollen wir für euch übersichtlich die Dinge zusammen fassen, die in der abgelaufenen Woche so bei Alba und drumherum, also bei der Konkurrenz, passiert sind. (Beim ersten Mal wird es etwas ausführlicher, da wir alles Wichtige erfassen wollen, was bisher so in der Offseason passiert ist, die wöchentlichen updates werden dann wohl knapper).

Euroleague Devotion Marketing Award in Gold für ALBA

EDMABereits zum vierten Mal innerhalb von sieben Jahren (2 x Gold, 2 x Silber) hat die ULEB die Arbeit von Alba Berlin im Bereich Marketing, Kommunikation und Medien mit dem Euroleague Devotion Marketing Award ausgezeichnet. Dieses Jahr gab es mal wieder Gold, irgendwas müssen die Verantwortlichen von Alba in diesem Bereich wohl richtig machen. Wir sagen auf jeden Fall: Herzlichen Glückwunsch!

 

Euroleague Gruppenauslosung – attraktive Gegner

EL_1415_ball_logosAm Donnerstag (10.07.14) kam es in Barcelona zur Auslosung der Gruppen für die nächste Saison. Aus sportlicher Sicht war das sicher das wichtigste Ereignis dieser Woche und hat Relevanz für die kommende Saison. Alba Berlin hat die Losfee dabei in eine Gruppe gewählt, die zum einen attraktive Gegner nach Berlin bringt, zum anderen Chancen auf das Erreichen der zweiten Runde (Top16) lässt. Die Gegner sind das teuerste Team jenseits der NBA, ZSKA Moskau, der Titelverteidiger Maccabi Tel Aviv, der Halbfinalist der zweitstärksten Liga der Welt nach der NBA, der spanischen ACB, Unicaja Malaga, der kroatische Meister Cedevita Zagreb (mit Ex-Albatros Matej Mamic als Sportdirektor) und last but not least der französische Meister Limoges CSP. Die Gegner haben wir euch schon mal übersichtlich hier vorgestellt. Und das meinen die Verantwortlichen von Alba Berlin zur Auslosung:

ALBA Berlin CEO, Marco Baldi
“Like always in the Turkish Airlines Euroleague, it is a very challenging group. We have the reigning champion Maccabi Electra Tel Aviv. We have CSKA Moscow, and for them anything other than winning the Euroleague is not good enough. We have Limoges and Cedevita, champions of their domestic leagues. It will be very tough. But we will play with all our heart, our passion, and our Berlin-style of playing basketball, and we will try to make it to the next phase.”

ALBA Berlin head coach Sasa Obradovic
“Obviously we have a very tough and interesting group with champion Maccabi and semifinalist CSKA. It is still a bit too early to judge all the teams completely, but I think that Cedevita and Limoges will be approximately on our level while CSKA, Maccabi and Unicaja are the favorites in this group. We are very excited to play in the Euroleague again. It means a lot to all of us.”

Hier schon mal die ungefähren Spieltermine von Alba:
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Mach’s juuuut, Schuuuuuuuultze!

Sven Schultze nach Bremerhaven
Sven Schultze nach Bremerhaven

Der Käpt’n geht von Bord“ Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlug in der vergangenen diese Nachricht ein: Sven Schultze wechselt nach Bremerhaven! Die schnöde Schlagzeile klingt nach „business as usual“, ein Sportler wechselt von einem Verein zu einem anderen, passiert hundert mal am Tag in allen möglichen Ligen der Welt. Es liegt im Wesen des Profisports. Trotzdem ist es etwas anderes, wenn Sven Schultze geht, nicht mehr – nie mehr – für Alba Berlin als Spieler auflaufen wird. Sven Schultze stand wie kaum ein Zweiter für „Mit Leib und Seele für Berlin“, extrem fleissig, hart zu sich (immer einer der Ersten beim Training) und anderen. Ein Spieler, den man nicht an seinen Statistiken messen kann – weil er selbst nicht darauf geschaut hat! Stattdessen hat er immer alles getan, was in irgend einer Weise seinem Team helfen konnte. Als Kapitän hat er die Mannschaft zusammen gehalten, jedem auf seine Weise geholfen, war ein „glue guy“ wie Henrik Rödl in seinen besten Zeiten. Es wird ein seltsames Gefühl sein, wenn bei der Spielervorstellung nicht mehr das langgezogene „Schuuuuultze“ durch die O2 hallen wird, Alba ohne Schultze ist im Moment noch sehr schwer vorstellbar.
Nun möchte Sven noch einmal im Herbst seiner Karriere mehr Verantwortung und Spielzeit. Eine größere Rolle konnte Alba ihm nicht versprechen, die Eisbären Bremerhaven schon. Für Alba und ganz besonders für alle Fans, in deren Herzen sich Schuuuuultze gespielt hat, ist es sehr schade, aber Sven sollte man diese Chance von Herzen gönnen. Und da Sven ja den Lebensmittelpunkt seiner Familie weiterhin in Berlin behält, ist eine Rückkehr nach Berlin sicher nicht ganz ausgeschlossen.
Danke für alles, was du bei ALBA geleistet hast und viel Erfolg für die Zukunft, Sven!

Alba und die Nationalmannschaften …

Akeem Vargas war in der vergangenen Woche mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft (A-Team) bei einem Turnier in Italien unterwegs, um sich mit den Kollegen auf Quali-Spiele für die Europameisterschaft 2015 vorzubereiten. Bei der 59-91 Niederlage der  neu formierten und auf einigen Positionen noch nicht in Bestbesetzung Nationalmannschaft gegen den Gastgeber stand Vargas in der Startformation, konnte in diesem Spiel nicht scoren. Offensiv erfolgreicher lief das zweite Spiel gegen Belgien. Beim 74-71 Sieg stand Vargas wiederum in der ersten Fünf und spielte knapp 23 Minuten. Dabei erzielte er 9 Punkte (1/1 2er, 1/4 3er, 4/4 1er), holte einen Rebound und spielte einen assist. Beim letzten Spiel gegen die Niederlande wollte Neu-Bundestrainer Emir Mutapcic andere Spieler testen und setzte Vargas nicht ein.
Ismet Akpinar spielt aktuell mit der U20-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft auf Kreta. Bei den ersten vier Spielen der Vorrunde gegen starke Konkurrenz aus Serbien, Slowenien, Spanien und Schweden stand Akpinar im Schnitt 27 Minuten auf dem Parkett, erzielte 9 Punkte, holte gut 4 Rebounds und spielte knapp 3 assists. Trotz zwei Siegen bei ebenfalls zwei Niederlagen muss das Team aufgrund eines unglücklich verlorenen Dreiervergleichs in die Relegationsrunde und somit gegen den Abstieg.

Was macht die „Konkurrenz“ so?

Relativ wenig los war in der vergangenen Woche auch bei den Konkurrenten. In einer Woche, wo Deutschland einig Fussball-Land alle Augen auf die Balltreter blickten, stand Basketball klar im medialen Schatten.
Der FC Bayern Basketball schaute ebenfalls nach Barcelona zur Auslosung der Euroleague Gruppen und bekam hochkarätige Gegner zugelost (FC Barcelona, Panathinaikos Athen, Fenerbahce Istanbul, Emporio Mailand und Turow Zgorzelec). Mit Verpflichtungen hielt sich der Meister in der vergangenen Woche zurück.
Gegen den Trend der vornehmen Zurückhaltung arbeiten die brose basket, die nach der Verpflichtung des vielseitigen shooting guards / small forwards Ryan Thompson den Kader nahezu komplett haben. Thompson hat durch gute Leistungen in der belgischen Liga und dem Eurocup die brose Baskets auf sich aufmerksam gemacht.
Relativ weit bei der Kader-Zusammenstellung sind auch die  EWE baskets Oldenburg, nachdem in der vergangen Woche Ex-Albatros Philiip Zwiener verpflichtet und mit Ex-Albatros Julius Jenkins der Vertrag verlängert wurde. Verlassen musste die Niedersachsen jedoch Oldie Konrad Wysocki.
Auf Kontinuität bei der Kaderplanung setzen die Artland Dragons Quakenbrück. Zunächst wurde mit allen Coaches verlängert, dann mit den deutschen Leistungsträgern Guido Grünheid, Bastian Doreth und Chad Topper sowie mit guard David Holston und power forward Lawrence Hill auch mit zwei ausländischen Spitzenspielern der vergangenen Saison. Bei den Neuverpflichtungen haben sich die Dragons zunächst auf die Besetzung der deutschen spots konzentriert. Mit der Verpflichtung des Nationalspielers und Berliner Eigengewächses Andreas Seiferth (Bruder von Neu-Albatros Martin Seiferth) ist den Dragons ein echter Coup gelungen. Zudem hat man sich die Dienste von guard David McCray (kommt aus Bonn) und von small forward Tim Schwartz (kommt von der BG Karlsruhe aus der 2. Liga) gesichert. Damit ist man auf den deutschen Positionen mit sechs Spielern komplett und kann sich nun um die Vervollständigung des Kaders durch ausländische Profis kümmern.

Next! Was wird/könnte die aktuelle Woche bringen?

Nachdem die Balltreter nun – manchen meinen endlich – ihre WM zu Ende gespielt haben, könnte auch wieder größere Bewegung in den Basketball-Markt kommen. Mithat Demirel, der aktuell noch die NBA Summerleague beobachtet, wird zurück kehren und wir hoffen auf wenigstens eine Verpflichtung wenigstens eines neuen Spielers für Alba (bzw. die offizielle Bekanntgabe einer Verpflichtung, die die Spatzen seit Wochen von den Dächern pfeifen).

See you next week, stay tuned!

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