Nur noch eins, nur noch eins…

Alba Berlins NBBL-Team macht großen Schritt Richtung Top4

Lorenz Brenneke stopfte den Ball gleich mehrmals durch den Korb

Lorenz Brenneke stopfte den Ball gleich mehrmals durch den Korb 

Am Sonntag traf das U19 Team von Alba Berlin in der letzten Runde vor dem Top4 der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) in Quakenbrück auf den Nachwuchs der Fraport Skyliners, die Spielgemeinschaft aus Eintracht Frankfurt und Fraport Skyliners Juniors. Nach dem deutlichen 91-61 im Viertelfinale fehlt den Berliner Youngstern nur noch ein Sieg in der best of three Serie. Der Heimsieg, bei dem alle 12 Spieler eingesetzt wurden, stand bereits zur Halbzeit (52-26) fest und wurde in der zweiten Hälfte souverän nach Hause gebracht. Die Gastgeber hatten in PF/C Lorenz Brenneke den erfolgreichsten Punktesammler (26), bei den Gästen punktete der erst 15-jährige Len Schoormann als Einziger zweistellig (17).

Die Gastgeber starteten mit den Nationalspielern Jonas Mattisseck (PG, 18), Malte Delow (SG, 17), Franz Wagner (SF, 16, am Freitag mit BBL-Debüt) und Lorenz Brenneke (PF, 18) sowie dem kroatischen Center-Talent Kresimir Nikic (19) konzentriert in die Partie und hatte sich nach gut 2 Minuten mit 9-2 schon etwas abgesetzt. Die Frankfurter hatten deutliche Probleme, gegen den Berliner Druck das Spiel aufzubauen und leisteten sich einen Ballverlust nach dem anderen. Gerade der Frankfurter Aufbauspieler Alvin Onya konnte durch das Doppeln der Berliner oft den Ball nicht zu seinen Mitspielern passen und verlor in der ersten Hälfte gleich sechs Mal den Ball. Schnell wuchs der Vorsprung in den zweistelligen Bereich, Coach Josef Dulibic konnte mit einer großen Rotation spielen und den Druck so permanent aufrecht erhalten. In der ersten Halbzeit wurden bereits alle 12 Spieler eingesetzt. Speziell Power Forward Lorenz Brenneke war von den Hessen nie zu stoppen und nutzte die Freiheiten zu 17 Punkten ohne einen Fehlwurf (5/5 Zweier, 1/1 Dreier, 4/4 Freiwürfe). Er profitierte dabei auch von eigenen Ballgewinnen (4) aus aggressivem Doppeln. Frankfurt konnte die fast breaks der Berliner oft nur durch Fouls stoppen und brachte diese in der ersten Halbzeit gleich 22 Mal an die Freiwurflinie (19/22). Die Gäste waren in der ersten Hälfte nur mit sieben Würfen aus dem Feld erfolgreich (30 %), zu wenig, um die deutliche 52-26 Führung der Gastgeber zu verhindern. In der ersten Halbzeit gab es aus Berliner Sicht wenig zu meckern.

In der zweiten Halbzeit machte Albas Nachwuchs zunächst dort weiter, wo sie in der ersten aufgehört hatten. Weiter aggressive Verteidigung, weiter viele Ballverluste, weiter leicht heraus gespielte Korberfolge. Nach einigen Minuten war der Vorsprung auf sage und schreibe 37 Punkte ausgebaut, die Berliner nahmen nun angesichts der hohen Führung einen Gang raus. Frankfurt zeigte, dass sie durchaus ein gefährlicher Gegner sein können, wenn man sie spielen lässt und nicht mehr ganz so aggressiv verteidigt. Am deutlichen Sieg gab es natürlich trotzdem keine Zweifel. Alba kam zu 19 Feldwürfen mehr (69-50) und traf diese auch noch besser, holte mehr Rebounds (43-33), erzwang 35 Ballverluste und leistete sich selbst nur 19, zudem stehen 25 eigenen steals nur 8 der Gäste gegenüber. Eine Erkenntnis des Spiels ist, dass man bei einer guten Mannschaftsleistung auch eine schwache Wurfquote aus der Dreierdistanz (23%) wett machen kann, eine andere, dass bei einer nur durchschnittlichen bis schwachen Leistung eigentlicher Leistungssträger andere in die Bresche springen. Alba Berlins U19 Mannschaft ist nicht nur in der Spitze sondern auch in der Breite gut aufgestellt. Nun mit voller Konzentration nach Frankfurt und mit einem Sieg die Teilnahme am Top4 klar machen.

Hier noch einige Fotos vom Spiel für euch (anklicken = vergrößern):

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