Mooi ALBA, lekker!

Auswärtssieg!
Man könnte weit ausholen, über Amsterdam, Delft, Den Haag, Rembrandt, Rubens, Vermeer und Co. erzählen,über Grachten, Eskimofrauen, 26 Grad und Sonnenschein … Laaaangweeeeiiiiiilig! Und wir sind ja nicht zum Spaß hier, sondern haben eine Mission. ALBA BERLIN!

Reise mit Hindernissen:
Eigentlich hatten wir uns zeitig genug auf den Weg von unserer homebase Brüssel (das auch nur mäßig hübsch ist) ins „idyllische“ *räusper* Charleroi gemacht. Eigentlich… Auf ein mal hielt der Zug in damiddleofnowhere. Ansage: Zug fährt nicht weiter, alle raus, „Personenschaden“ mitten auf der Strecke. „Personenschaden“ ist die harmlose Umschreibung für eine eher unappetitliche Angelegenheit. So standen wir in Luttre. Luttre? Never heard? Never mind! Schaffner nehmen sich weltweit nüscht, d.h. der hatte auch keinen Plan. „SEV-Bus kommt!“ … kam aber nicht. Doch nicht Bus, ein Zug wird kommen.Auf einmal kamen zwei, beide nach Charleroi, beide standen. Ewig. Dann fuhr der eine, natürlich nicht der, in dem wir saßen. Irgendwann fuhr dann tatsächlich auch unserer und wir kamen mit gut einer Stunde Verspätung in Charleroi an. Noch eine halbe Stunde Fussmarsch zur Halle. Gelegenheiten genug, die Schönheiten Charlerois zu entdecken. Wären es gewesen. Bloß uns ist es nicht gelungen. Eigentlich denkt man „Oh Gott, ist Bitterfeld schön.“ Doch noch pünktlich an der Halle gewesen, Karten waren hinterlegt, hat gut geklappt, Danke Alba!

Blick in die Halle … laaaaaangweilig! Zirka 200 Zuschauer verteilten sich über die recht große Halle. Darunter ca. 20 Alba-Fans. Wir hatten nichts gegen die leere Halle, umso besser waren wir zu hören. Eigentlich hatten wir Karten irgendwo unterm Dach, haben uns aber doch für die Plätze hinter unserer Spielerbank „entschieden“, war ja so gut wie niemand da, den es hätte stören können. Gute Stimmung von Anfang an, lautstarke Begrüßung des Teams und Spielervorstellung jeden einzelnen Spielers.

Endlich konnten die Spiele beginnen. Und es begann mit Staiger in der Starting five, irgendwie noch ein ungewohnter Gedanke, aber – das schon mal vorweggenommen – er hat dieses Vertrauen völlig gerechtfertigt. Das ist ein gravierender Unterschied zum angestrebten Perfektionsbasketball der letzten Jahre. Herbert arrangiert sich mit den Fehlern sowie größeren und kleineren Schwächen der Spieler besser und motiviert sie, Ihre Stärken auszuspielen, Staiger ist das beste Beispiel dafür.

Der Beginn war noch sehr abtastend von beiden Seiten, aber Alba fand immer besser ins Spiel und hat es mehr und mehr unter Kontrolle gekriegt. Zum Ende des ersten Viertels noch mal Schlendrian und eine 1-6-Serie zum Viertelende. Ab dem zweiten Viertel hatte man als Fan aber schon ein ganz gutes Gefühl. Riga hat insgesamt auch zu schlecht aus der Distanz getroffen, um noch mal gefährlich zu werden. Unterm Korb waren Sie mit Ihren langen, beweglichen Leuten recht gefährlich, haben aber zu selten den Ball dort hin bekommen.

Bei Alba wurden in der ersten Halbzeit schon alle 12 Spieler eingesetzt, wann hat es das schon mal in den letzten Jahren gegeben? Gegenüber dem Spiel gegen Quakenbrück war an beiden Enden des courts schon eine positive Entwicklung zu erkennen.

Wood macht Spaß. Punkt. Kyle Weaver bringt das volle Paket, nicht so ein guter Schütze wie Jenkins gewesen ist, macht aber viele andere Sachen besser als JJ. Zug zum Korb, Rebounds, Assists und ist sich nicht zu schade, gleich zwei mal im Spiel dem Ball in die Zuschauerreihen hinterher zu hechten. Erwähnenswert ist vielleicht noch Mr. Unscheinbar, Marko Simonovic. Fällt gar nicht gross auf, holt aber in der ersten Halbzeit in nur 10 Minuten 6 Rebounds. Unsere Center waren durchwachsen, gerade Francis hat zu viel verlegt. Yassin hatte eine starke Phase und dank seines unbändigen Kampfgeistes, verzeiht man dem den einen oder anderen Fehler. Generell ist Alba in der Defense viel gelaufen und bemüht, dicht am Mann zu sein. Das galt auch für die, die keine ausgewiesenen Defensivspezialisten sind.

Die relativ leere Halle war für uns toll, wir konnten grosse Teile des bekannten Liedguts anbringen und waren fürs Team gut zu hören. Das dürfte Samstag leider anders werden. Dashaun „MVP“ Wood hat natürlich auch noch sein Geburtstagsständchen bekommen.
Mission, part 1, completed! Next stop, Chareroi @ Charleroi.

4 Gedanken zu „Mooi ALBA, lekker!“

  1. Das zweite Spiel, Charleroi gegen Donezk, hatte ein recht mäßiges Niveau von beiden Seiten. In der ersten Halbzeit lief der Ball bei den Ukrainern besser und sie sind oft zu leicht zu einfach Punkten gekommen. Charlerois Defense war ziemlich ausbaufähig. Eigentlich müsste Charleroi besser sein, wenn man sich den durchaus namhaften Kader ansieht und in der zweiten Halbzeit müssen sie es wohl auch tatsächlich gewesen sein. Das haben wir aber nicht mehr gesehen, uns hatte die erste Halbzeit gereicht.

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