Kein normaler Aufsteiger

Kein Aufsteiger hat jemals für so viel Aufregung in der Basketball-Bundesliga gesorgt wie der FC Bayern München. Auch in Berlin ist der Hype angekommen: die o2-World wird wohl ausverkauft sein, Presseplätze sind ebenfalls gut ausgelastet, die Alba-Fans scharren schon mit den Hufen und auch der eine oder anderen B-Promi hat sich für morgen angekündigt.

Abgesehen vom großen Namen FC Bayern bieten auch andere Nebenschauplätze genügend Gesprächsstoff. Es ist die Rückkehr von Ex-Albatros Steffen Hamann an alter Wirkungsstätte. Auch Dirk Bauermann hat jetzt, mit seinem ersten Gastauftritt als gegnerischer Coach in der o2-World, die Möglichkeit sich wieder unbeliebt zu machen. Doch nicht nur Antipathien bestimmen das Bild! So kehren mit „Sasa“ Nadjfeji und Demond Greene zwei sehr beliebte Spieler zurück an die Spree.

Sportlich haben die Münchener natürlich so einiges zu bieten: neben den bereits erwähnten Profis, sind auch Gelegenheitszuschauern die Namen der Flügelspieler Je’Kel Foster oder Robin Benzing durchaus bekannt. Unter den Körben räumen Chevon Troutman und Jared Homan auf. Headcoach Gordon Herbert schätzte vor allem diese beiden Spieler im Offensivspiel der Bayern als Knackpunkt ein: „Als Team spielen sie sehr strukturiert, Homan und Troutman sind als Anspielstationen im Inside-Spiel eine sehr wichtige Option in der Offensive“. Der Kanadier freute sich offensichtlich sehr auf das morgige Spiel und erwartet eine „Großartige Atmosphäre! München ist gerade gut drauf. Das sind genau die Spiele die wir brauchen. Ich habe das Gefühl unser Team ist bereit zu spielen.“ Die Schlüssel zum Sieg sind, laut Herbert, die Kontrolle des Spieltempos und die Reboundarbeit. „Wir nähern uns der Leistung, die wir im November abrufen konnten. Wir müssen uns aber noch weiter in der Defense verbessern.“

Bei unseren Albatrossen sind alle Spieler fit. Weiterhin fehlen wird jedoch Joey Ney. Seinen Platz im Kader übernimmt nun erstmal Sebastian Fülle, der den Rest der Saison bei den Profis mit trainieren wird und von Gordon Herbert gelobt wurde.

Abseits der sportlichen Leistung, wird morgen auch das Duell auf den Rängen interessant. Von Seiten der „Big Reds“, dem größten München-Basketballfanclub, kündigen sich nicht allzu viele Mitfahrer an. Jedoch werden bestimmt einige FCB-Fans mit Fußballtrikots ihren Weg in die Halle finden, da bin ich mir sicher. Als Berliner gilt es morgen, alles zu geben! Basketball-Deutschland wird morgen am TV verfolgen, ob der Emporkömmling aus dem Süden schon in seiner ersten Saison einen Prestigesieg in der Hauptstadt erzielen kann. Dies gilt es absolut zu verhindern! Trotzt der schlechten Auswärtsbilanz des FCB, darf man das Team von Dirk Bauermann auf gar keinen Fall unterschätzen (die knappen Spiele der Münchener in Bamberg und Ulm als Beispiel). Eine Niederlage würde schwerwiegend ausfallen, da es symbolisch eine Wachablösung darstellt, wenn der Aufsteiger gleich im ersten Jahr den langjährigen Ligakrösus besiegen kann. Insofern…

Be Loud, Be proud!

Alba Berlin- FC Bayern München

31.3.2012, 20:00- o2 World

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