Ein Sieg zum Abschluss: Alba Berlin schlägt Olimpija Ljubljana 78:74

Alba Berlin hat das Turnier in Caorle mit einem 78-74 Sieg gegen Olimpija Ljubljana abgeschlossen. In einer kurzweiligen und spannenden Partie avancierte Mitchell Watt zum Matchwinner, als er wenige Sekunden vor dem Ende zunächst per Tip-In die Führung besorgte und im direkten Gegenzug den Korblegerversuch zum möglichen Ausgleich blockte. Alba zeigte eine wesentlich bessere Leistung als noch am Vorabend. (Komplette Statistik am Ende des Textes!)Last-Minute Sieg

Mit Olimpija Ljubljana stand der nächste Eurocup-Teilnehmer auf der Gegenseite. Die Slowenen waren das letzte Mal in der Saison 2008/2009 auf Alba getroffen (damals in der Euroleague, Alba verlor beide Spiele), mit Zack Wright stand ein ehemaliger Bamberger im Aufgebot des slowenischen Meisters von 2009.

Starting-Five Alba: Cherry-Taylor-Giffey-Aska-Kikanovic

Anders als am Vorabend präsentierte sich Alba von Beginn an hellwach. Das machte sich insbesondere in der Offensive sofort bemerkbar, konsequent wurde versucht den Ball zunächst ans Brett zu bringen. Kikanovic und Aska konnten sich ein ums andere Mal durchsetzen oder gut den Ball weiter verteilen, um die gegnerische Verteidigung in Bewegung zu halten. Auf der Gegenseite gab es jedoch noch Schwierigkeiten in der Defense-Rotation, sodass auch Ljubljana öfter zu offenen Würfen kam. Ein Erfolgserlebnis gab es zwei Minuten vor der Viertelpause, als ein aggressives Doppeln noch in der gegnerischen Hälfte zu einem Ballgewinn und einfachen Punkten führte. Die 25-20 Führung zum Ende des Viertel ging absolut in Ordnung.

Kurz wurden Erinnerungen vom Vorabend wach, als die Slowenen im zweiten Viertel sofort offensiv ins Laufen kamen und direkt einen 13-1 Lauf hinlegten. Auch eine zwischenzeitliche Auszeit von Obradovic konnte daran nichts ändern. Erst ein Steal von Watt mit anschließendem Fastbreak-Dunk und Foul brachte die Berliner zurück in die Erfolgsspur. Wie gut Alba offensiv sein könnte, zeigte das Team kurz vor der Halbzeitpause: exzellente Ballbewegung, der extra Pass im richtigen Moment und als Krönung ein offener (und getroffener) Dreier von Ismet Akpinar. Danach kochten kurz die Emotionen hoch, Aska kassierte ein unsportliches Foul und Ljubljana durfte insgesamt vier Mal an die Linie. Alle gingen daneben, doch der letzte Angriff des Viertels wurde erfolgreich abgeschlossen. Mit 43-43 ging es in die Halbzeitpause.

Wie im ersten Viertel, kam Alba gut aus den Startlöchern und machte den Slowenen nun mit starker Defense das Leben schwer. Erst zum Ende des dritten Spielabschnittes ließ die Konzentration wieder etwas nach, in der Offensive verfiel man zunehmend in Einzelaktionen. Auch ein lauter Wutausbruch von Obradovic konnte nicht verhindern, dass die Slowenen den knappen Rückstand zunehmend verkürzten und mit einigen Freiwürfen (durch teils unnötige Berliner Fouls) wieder die Führung übernahmen. Der knappe Spielstand von 59-60 versprach ein spannendes letztes Viertel.

Spielerisch flachte das bis dahin sehr kurzweilige und unterhaltsame Spiel zunächst ab. Ganze drei Punkte fielen in den ersten drei Minuten des vierten Viertels. Beide Teams wollten mit einem Sieg das Turnier beenden, dementsprechend nahm der Wettkampfcharakter noch einmal zu. Offensiv konnten beide Teams durch Einzelaktionen wieder an Fahrt aufnehmen, defensiv wurde es zunehmend gröber mit einigen kompromisslosen Fouls. Schön zu sehen war es, dass Ismet Akpinar in dieser wichtigen Phase auf dem Feld stand und auch Verantwortung übernahm. Mitchell Watt erspielte für die Albatrosse mit vier Punkten in Serie wieder ein kleines Polster heraus (72-69, 2 Minuten vor Schluss). Starke Verteidigung der Berliner nützte im Anschluss leider nichts, da bei der Rebound-Arbeit geschlafen wurde, Ljubljana verkürzte wieder auf 72-71. Will Cherry wurde im Gegenzug gefoult, erhöhte auf +3. Doch auch diese Führung wurde durch einen wilden Dreier von Zack Wright wieder ausgeglichen. Nach einer Auszeit verlegte Cherry den Korbleger, doch nach mehreren erfolglosen Tip-In Versuchen tippte Mitchell Watt den Ball in den Korb. Direkt im Gegenzug blockte der US-Amerikaner Zack Wright beim Korblegerversuch und sicherte damit Alba Berlin den Sieg gegen Ljubljana.

Alba-UO-2Das fiel auf:

  • Ivan Aska könnte in der Offensive ein ganz wichtiger Baustein werden, mit seiner Schnelligkeit und Athletik stellt er die größeren Gegenspieler schnell vor Probleme, zwischen Highpost und Dreierlinie kann er den Ball gut verteilen. Das alles wird aber nur klappen, wenn sein Wurf halbwegs konstant fällt.
  • Wie am Vorabend zeigte sich Alba sehr anfällig für gegnerische Dreipunktewürfe. Die Abstimmung in der Rotation klappt noch nicht ganz, das wird dann bei der aggressiven Defense der Berliner schnell bestraft.
  • Stehen Will Cherry und Jordan Taylor gleichzeitig auf dem Feld, lenkt meistens Letzterer das Spiel. Cherry wirkt dann eher passiv, wenn er dagegen den Ball hat kann er sich gut einen Wurf kreieren. Aber auch als Spot-Up Werfer wirkte Cherry nicht schlecht.

Der komplette Boxscore:

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